Vogelbeobachters Tagebuch - 12.07

Vogelbeobachter Margus Ots, Linnuvaatleja.ee
Übersetzung ins Englische: Liis
Übersetzung vom Englischen ins Deutsche: Felis silvestris
 
12. Juli
 
Der Rosapelikan, der Anfang Mai in Karksi auftauchte, ist immer noch vor Ort (12.07.2012 Karksi).
 
Gestern wurde der 55. Jahrestag der Gründung des  Nigula-Naturschutzgebiets gefeiert und ich schaffte es nicht, zu einem längeren Vogelbeobachtungstrip wegzukommen. Heute am frühen Morgen machte ich mich einmal mehr auf nach Valgamaa und Võrumaa, um nach der Blauracke (Coracias garrulus) Ausschau zu halten, aber auf dem Weg bog ich auch nach Karksi ab. Von dem Rosapelikan (Pelecanus onocrotalus), der dort Anfang Mai aufgetaucht war, hatte man länger nichts gehört, aber gestern kam ein Bericht, dass der Vogel immer noch dort ist. Ich dachte, dass auch ich einen Blick auf den Pelikan werfen könnte, und nach einiger Suche fand ich den Vogel auch. Wer weiß, wie lange der Vogel noch vorhat, hierzubleiben? Vielleicht sogar noch bis zum Winter?
An der lettischen Grenze habe ich noch einmal eine große Zahl von einstigen Blauracken-Territorien überprüft, aber der blaue Vogel war nirgends. Diese Art brütet offenbar nicht mehr in Estland. Ich gebe auf, keine weiteren Blaurackensuchen mehr in Estland in diesem Jahr. Aber falls jemand diese Kreatur in diesem Jahr in Estland gesehen hat, senden Sie auf jeden Fall einen Bericht an die Estnische Ornithologische Gesellschaft.
Auf dem Heimweg nach Tartu bekam der Valgutapoler noch einen Besuch. Dort waren nicht so viele Watvögel, wie am Audrupolder vor ein paar Tagen, aber die Vielfalt der Arten war großartig. Alle Arten von Schnepfenvögeln waren zu sehen, zusätzlich Flussuferläufer (Actitis hypoleucos), Bekassine (Gallinago gallinago), Kampfläufer  (Philomachus pugnax), Flussregenpfeifer (Charadrius dubius), Alpenstrandläufer (Calidris alpina) und Sichelstrandläufer (Calidris ferruginea), nicht weniger als 9 Individuen der letztgenannten. Ich habe noch nie so viele Sichelstrandläufer landeinwärts zu gleichen Zeit gesehen. Die Herbstmigration der Watvögel ist bereits in vollem Gang, die Feuchtgebiete sind einen Besuch wert, unter den üblichen Arten könnte sich eine Rarität verstecken.
 


 

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