Gut eingebürgerter Fremder

Foto: Arne Ader
Übersetzung ins Englische: Liis
Übersetzung vom Englischen ins Deutsche: Brit
 
Gemeine Wegwarte/Zichorie
 
Gemeine Wegwarte/Zichorie   Harilik sigur     Cichorium intybus

Die Wahrheit über die Zichorie ist, dass sie keine hier natürliche alte Art ist und sie hat sich nicht wirklich ganz in den natürlichen Biotopen heimisch gemacht. Sie wächst meist auf Brachland, an Rändern von allen Arten von Straßen, auch an Eisenbahnen oder an Häusern; zusammen mit Gräsern, Wegerich oder Wiesengräsern oder im Gartenbeet als Zierpflanze.
 
Der Kaffee-Strauch ist eine tropische Pflanze, doch Kaffeetrinken ist auch in unserem Land ein sehr alter Brauch. Zichorienkaffee wurde als Ersatz in armen oder Kriegsjahren eingesetzt. Die Pflanze hat eine dicke und fleischige Wurzel, die nach dem Trocknen und Zermahlen zu einem bitteren Kaffeeersatz gemacht wurde. Die Zichoriensamen kamen in Estland an und Zichorie wurde erfolgreich auch auf unseren Bauernhöfen angebaut. Zichorie findet man auf allen Kontinenten außer auf den Polen.
 
Die Blütenköpfe der Zichorie ähneln ein wenig denen der Kornblumen, aber sie setzen sich zu einer anderen Blume zusammen: die Zichorie hat nur Zungenblüten und keine  Röschen. Die Köpfchen der Kornblume sind an den Spitzen der Stängel und Stammästen, die Zichorienblüten sind an den Achseln der Stengelblätter, an kurzen Stielen. Die übliche Blumenfarbe ist blau, selten rosa oder weiß.
 
Der Stamm der Pflanze ist aufrecht und kantig, hohl, mit rauen Härchen bedeckt. Sie verzweigt sich im oberen Teil, Stengelblätter sind wenige und sie sind klein und länglich.


 

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