Lennys weitere Geschichte:Aus dem doctor's blog von Madis Leivits
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Der Storch war 6 Wochen lang in Behandlung. Wir hatten einigen Erfolg, aber es gab auch unerwartete Schwierigkeiten. Der gute Anteil ist, dass der Unterschnabel mit dem Oberschnabel ausgerichtet und stabil ist. Meine größten Sorgen waren, dass die Schienung nicht klappen würde und der Storch einen nicht funktionsfähigen Scheren-Schnabel hätte. Das unerwartete Problem ist, dass der Unterschnabelknochen begann, ein wenig nach unten zu wachsen, so dass sich mit der Zeit ein kleiner Spalt entwickelte. Dieses Problem bedeutet, dass der Jungstorch noch nicht begonnen hat, von allein zu fressen. Ich versuche ihn seit nunmehr drei Wochen dazu zu bringen, eigenständig zu fressen. Ich probierte verschiedene Tricks und unterschiedliche Art von Nahrung, aber ohne Erfolg. Daher ist der derzeitige Stand ein eigenständig nicht lebensfähiges Tier, das nicht ausgewildert werden kann und mehrmals täglich von Hand gefüttert werden muss. Die Handfütterung wird auch von Tag zu Tag mehr zum Ringkampf, was für den Vogel Stress ist und ich habe auch Sorge, er könne davon Verletzungen davontragen. Da wir derzeit weder Anlagen noch Ressourcen (Personal und Finanzen) für diese Art von Intensivbehandlungspatienten haben, kommt der Zeitpunkt, an dem ich eine Entscheidung treffen muss. Vor einigen Jahren sah ich einen Versuch, einen Schwarzstorch zu überwintern, der mit dem Tod des Vogels endete, daher ist mir bewusst, dass es keine einfache Aufgabe ist und man eine gute Ausstattung mit Personal und Finanzen dafür benötigt. Da ich im wesentlichen allein arbeite und mit begrenzten Ressourcen und weiteren Patienten, ist meine Aufgabe primär denen zu helfen, die wieder freigelassen werden können. Ein Wildtier in Gefangenschaft zu halten braucht es gute Gründe. Ich unterstütze nicht das Halten von Wildtieren in Käfigen für irgendjemandes Nutzen, Tierwelt und Natur müssen einen Gewinn davon haben, der den Stress der Gefangenschaft und andere mögliche Probleme für den Vogel aufwiegt.
Daher werde ich das Storchenjunge einschläfern, aber es wird nicht leicht fallen. Aber auch wenn das Ergebnis unserer Bemühungen recht traurig ist, denke ich, dass wir das Rechte taten, denn er wäre verendet, wenn wir ihn nicht aus dem Nest genommen hätten. Ich meine, dass eine der wichtigsten Sachen die ist, dass wir viel gelernt haben. Schnabelfrakturen bei Jungtieren sind ungewöhnlich und wir sehen sie nicht häufig, aber sie sind ganz anders als Altvogel-Schnäbel und deren Brüche.
Ich möchte allen Unterstützern danken und hoffe, dass Ihre Schützlinge zukünftig meine Hilfe nicht benötigen, aber ich hoffe, dass Sie uns weiterhin unterstützen, da wir mehr und mehr Patienten erhalten, die Hilfe benötigen! Wie der Seeadler 12-0034, siehe
http://www.metsloom.ee/en/news/patientstestIhre Spende wird unsere Arbeit mit Patienten wie diesem Schwarzstorch unterstützen ... und die mit allen anderen Wildtieren in Not.