Besuch bei der Pfadkamera der Kinder

Eingereicht von Looduskalender - Sa, 18.03.2017 - 21.03
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Sisu

Die vierte Klasse der Ridala Grundschule lud die Redakteure der Homepage vom ‚Tier des Jahres‘ ein sie zu besuchen um ihre Pfadkamera zu sehen. Die Kamera ist in der Ortschaft Vätse, fünf Kilometer von der Schule entfernt, am Haus vom Viertklässler Erik, versteckt. Als wir aus dem Auto ausstiegen gingen wir zu einer kleinen Lichtung im Wald hinter dem Haus, wo auf dem Boden etwas Korn ausgebreitet und ein Salzblock auf einer Stange war. Wir fügten Gemüse hinzu, das wir auf dem Haapsalu Markt gekauft hatten: Karotten und Kohlblätter – Rehe mögen das. In dem Moment waren natürlich keine Tiere dort – unser Getrampel hatte sie erschreckt. Aber in der Pfadkamera waren die Tagesbesuche der Tiere schön aufgenommen. Wer kommt sonst noch zum Salzleckstein? Wir nahmen die Kamera vom Baum und eilten damit in den warmen Raum um Himbeerblättertee zu trinken und die Bilder anzuschauen!

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Die Kameraausbeute zusammen mit Eriks Jägervater Tõnis auswerten. Hinter Eric sitzt Lehrerin Ene, dann Otto-Valmar, Erik und Hiimo.
Foto: Mats Kangur
 

Eriks Vater, Jäger Tõnis, überträgt die Bilder auf den PC und das erste Tier, das wir sehen,  ist ein Marderhund. Die reflektierenden Augen schauen direkt in die Kamera. Dann kommt das Bild des bekannten kleinen Rothirsch Bock, dessen Geweihwachstum die Kinder verfolgen – in vorhergehenden Geschichten wurde davon gesprochen. „Schaut nur, wie schnell dieses Geweih gewachsen ist“, Lehrerin Ene ist erstaunt „ die Hirsche sind in den letzten Wochen weniger geworden“ kommentiert Tõnis. „Die Brunftzeit beginnt.“ Vorher sind die Hirsche, laut Tõnis, im Durchschnitt 5 Mal am Tag an der Kamera vorbei, jetzt haben die Herden langsam angefangen sich aufzulösen. Was nicht bedeutet, dass die Hirsche überhaupt nicht mehr in den Blick der Kamera kommen im Frühjahr und Sommer! Sie werden kommen.

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Geweih ist wieder größer. Bei dem Rehbock, am 09. März im Blick der Kamera ist schon ein schönes stämmiges „moosiges“ Geweih, wie Jäger Tõnis sagt, zu sehen. „Natürlich wird das Bild viel bescheidener aussehen, wenn die Hautschicht in einem Dickicht abgezogen wird“, kommentiert Tõnis.
 

Nachdem die Kamera praktisch in Erics Hof ist, ist er am besten über das Neueste unter seinen acht Klassenkameraden informiert. Er weiß wie viele Hirsche die Kamera besuchen, wie sie aussehen. Mindestens vier Hirsche waren auf einmal im Blick der Kamera zu sehen. Und auch andere Tiere wurde aufgezeichnet: Fuchs, Marderhund, Elch, sogar Wildschwein und Bilder von dem Eichelhäher und anderen Vögeln wurden gemacht. Die besten Bilder sichert Tõnis im Computer, sodass auch Kinder, die nicht in der Schule waren, sie sehen können.
Wen möchten die Kinder selbst gerne in der Kamera sehen? „Einen Schakal“ war die schnelle Antwort von den Buben. Auch das könnte geschehen – in der Gegend ist die neue Art in Estland auf Wanderschaft.

Falls eine Schulklasse – oder warum nicht auch ein Kindergarten oder eine Familie – ihre eigene Pfadkamera haben möchten, nachdem sie diese Geschichte gelesen haben, bitte kontaktieren Sie unser Büro. Wir würden uns sehr freuen Ihnen helfen zu können diese Idee zu realisieren!

Helen Arusoo

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Ein frischer Salzleckstein ist eine Delikatesse!
 
kits ja pasknäärid
Rehe lieben Korn, doch auch viele andere Kreaturen mögen das, besonders Vögel. Viele Vogelscharen haben hier Rast gemacht, im Moment picken Eichelhäher die Körner.
 

 

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Die Viertklässler der Ridala Grundschule (von links): Sandra, Otto-Valmar, Andre, Karli, Erik und Hiimo mit Erics Vater, Jäger Tõnis Ulm. Tõnis hat Erfahrung mit Kameras, es gelang ihm z.B. das erste Bild von einem Schakal in dieser Pfadkamera aufzunehmen.
Foto: Mats Kangur

 

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