Biberkamera schließt

Eingereicht von Looduskalender - Do, 02.11.2017 - 19.04
Autorid

Text und Bilder Tiit Hunt, www.rmk.ee
Übersetzung ins Englische: Liis

Übersetzung vom Englischen ins Deutsche: Brit

 

Estnischer Text gepostet am 31.10.2017

 

Textkörper

Wir werden die Biber vorerst sich selbst überlassen und beenden die Direktübertragung von der Webcam am Biberdamm.

Seit April war es möglich die Aktivitäten der Biber an ihrem Bau zu beobachten, auch wurden verschiedene frische Baumstämme in den Boden gestoßen, um beobachten zu können, wie Biber Bäume fällen. Die nagten diese zu ihren eigenen Zeiten und in ihrer eigener Geschwindigkeit ab, wahrscheinlich hauptsächlich, wenn Bedarf war an Material für den Bau des Dammes, der 50 m flussabwärts ist. Die Rinde wurde auch als Nahrung genutzt bis genug Grünpflanzen herangewachsen waren.

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Der Bau und seine Umgebung gehörte natürlich nicht nur den Bibern, ein lebhaftes Vogelleben spielte sich ab, was man hören und sehen konnte; die Küken der Schnatterente schlüpften aus einem Nest am Fuß des Biberbaus.

Ein engagierter Vogelfreund zeichnete auf, dass fast 110 Vogelarten durch die Kamera gehört oder gesehen wurden. Einmal kam ein Waldkauz in den Blick der Kamera mit IR Licht, um eine Maus auf einem vertrockneten Ast zu fressen; unter anderen seltenen Besuchern waren da Bussard, Brandente, Gänsesäger, Graureiher, Schwarzspecht ....

Verschiedene Arten von Säugetieren kamen,, um den Bau zu untersuchen, oder einfach nur auf ihrem Weg vorbei. Der Pfad des Elches ging direkt über den Bau, Baummarder und Füchse konnten zeitweise auf dem Bau oder um ihn herum schnuppernd gesehen werden. Ziemlich oft erschienen Rehe im Blick der Kamera – mit Geweih oder ohne. Gelegentlich wurde der Untermieter der Biber, die Wühlmaus, beim Schwimmen gesehen.

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Im Juli verlegten wir die Kamera an den nahegelegenen Biberdamm, um die Aktivitäten der Tiere am Damm beobachten zu können. Wir konnten die Renovierungen der Biber am Damm ausführlich beobachten, denn jedes Mal, wenn Menschen den Damm beschädigten, haben die Biber ihn mit erstaunlicher Geschwindigkeit wieder in Ordnung gebracht. Die Leute wollten natürlich sichergehen, dass ihr Land nicht überflutet wird, die Biber jedoch, dass ihr Höhleneingang sicher unter der Wasseroberfläche liegen würde – und so war das wie ein zweischneidiges Schwert.

Bis heute sind sowohl die Felder als auch die Höhleneingänge wegen der anhaltenden Regefälle, ungeachtet der Biber, unter Wasser. So muss kein Damm gebaut werden und nichts abgerissen werden. Vielleicht ist da sogar für beide Parteien zu viel Wasser.

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Mit Sicherheit war die seltenste Art, die man am Biberdamm beobachten konnte, ein Schwarzstorch, der an den getrockneten Zweigen auf Nahrungssuche war.

Eisvögel flogen und saßen auf einem Weidenzweig und zwei junge Biber zeigten sich zusammen mit ihrer Mutter.

PS: Es gibt wirklich so viel Wasser um die Kamera herum, dass wir erfinderisch sein müssen, weil für den Umzug ein PKW Anhänger benötigt wird. Dieses Mal geht die Reise zu dem neuen Rotwildgrund.