Wer taucht da im Laichgrund?

Eingereicht von Looduskalender - Do, 07.12.2017 - 01.15
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Bild von der Webcam

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Textkörper

…Neunstachliger Stichling als Beute

 

Eisvogel         Jäälind         Alcedo atthis

 

Der Eisvogel ist ein sehr bekannter und beliebter Vogel wegen seines Gefieders, dank der leuchtenden Farben wird er sogar als fliegender Edelstein bezeichnet.

Das Paar, das nahe der Kamera an unserem Laichgrund lebt ist dort schon seit einigen Jahren aktiv. Der von einer Quelle gespeiste Laichgrund friert nicht zu und bietet eine, wenn auch dürftige, Überlebenschance. Die Jagd wird von einer Erle aus, die am Laichgrund wächst, ausgeführt und der „Jagdruf“ des Eisvogels wird öfter gehört als der Vogel wirklich beim Tauchen nach Beute gesehen wird.

Die Vogelbeobachtungen im Winter bestätigen, dass ungefähr einhundert Überwinterer in Estland an offenen Bach- oder Flussabschnitten bleiben.

Photo Piet Spans, http://commons.wikimedia.org/

 

Tundub, et tegu luukaritsa emaskalaga

Es sieht so aus als hätten wir ein Neunstachliges Stichling Weibchen

 

Neunstachliger Stichling      Luukarits         Pungitius pungitius

 

So sehen die Neunstachligen Stichlinge aus, die estnische Quellflüsse bewohnen – der kleinste unter den Stichlingen. Es ist nicht bekannt, ob jemand eine besondere Studie über die gemacht hat, aber sie sind interessante Kreaturen die sogar in einem Brunnen leben können.

Im Alter von einem Jahr kann ihre Länge ungefähr drei Zentimeter betragen, ältere Individuen (von Neunstachligen Stichlingen ist bekannt, dass sie nur drei Jahre alt werden) werden sechs bis sieben Zentimeter lang.

Die Körperform ist länglich, das Maul zeigt nach oben, ein merklich schmaler Schwanzstiel. Vor der Rückenflosse kann man neun Dornen sehen (doch einzelne Individuen können mehr oder weniger haben). Die Dornen können aufrecht oder mit dem Rücken ausgerichtet sein. Vor der Bauchflosse ist ein einziger beweglicher Stachel.

Neunstachlige Stichlinge können am Rücken ganz unterschiedlich gefärbt sein und die Bänder, die am Rücken beginnen können bis zum Bauchrand reichen. Es gibt keine Schuppen am Körper, aber der Schwanzstiel ist mit kleinen Knochenplatten bedeckt.

Was gefangen werden kann wird auch gegessen, beginnend mit dem Zooplankton und geht bis zur Fischbrut, die aus dem Rogen geschlüpft ist. Rogen der aus den Laichnestern gespült wird, wird auch gejagt, aber für die Laichnester der Bachforellen, die mit Kies bedeckt sind, fehlt den Stichlingen eine ausreichende Kraft.