Die Zugwege estnischer Kraniche

Eingereicht von Looduskalender - So., 14.10.2018 - 18.42
Autorid

Text Ivar Ojaste

Bild Aivar Leito

Übersetzung ins Englische Liis; vom Englischen ins Deutsche Leonia

Estnische Version publiziert 8.10. 2018

Bild
Sookured „Soits 1“ ja „Soits 2“ lahkusid kodupaigast Elistveres 18.septembril, viibides hetkel Ida-Ungari Hortobagy Rahvuspargis
Textkörper

Die Kraniche „Soits 1“ und „Soits 2“ verließen ihre Heimat in Elistvere am 18. September und befinden sich derzeit im Hortobagy National-Park in Ost-Ungarn

Liebe Freunde,

die auf Initiative von Aivar Leito, der uns kürzlich verlassen hat, beringten und besenderten 9 Kraniche haben auf ihrem Herbstzug Deutschland, Polen und Ungarn erreicht.

Nahe der Stadt Anklam in Nordost-Deutschland hält sich schon seit einiger Zeit der Kranich „Paslepa“ aus Noarootsi im Bezirk Läänemaa auf (beringt 2017). Die Kraniche „Loode“ (beringt 2017 bei Sõrve auf Saaremaa) und „Uko“ (beringt 2017 in Vooremaa in Ost-Estland) befinden sich zur Zeit in West-Polen.

Letzten Herbst nutzt „Uko“ den zentraleuropäischen Zugweg der Kraniche und verbrachte den vergangenen Winter in Tunesien. Diesmal jedoch ist er zusammen mit Gefährten unterwegs, die in Westeuropa überwintern. Ob „Uko“ in ein Winterquartier in Frankreich oder Spanien fliegen wird, werden wir Ende Oktober oder im November wissen.

Kranich „Paslepa“ verbrachte den vergangenen Winter 2017/2018 im Nordosten Frankreichs und Kranich „Loode“ in Spanien in der Extremadura.

Alle anderen sechs Kraniche aus Estland, „Ahja 5“ und „Ivar“ (besendert 2016), „Aivar“ und „Hauka 3“ (besendert 2017) und „Soits 1“ und „Soits 2“ (besendert 2018) befinden sich in Ost-Ungarn im Hortobagy National-Park. Obwohl sie dort zu unterschiedlichen Zeitpunkten eintrafen, trafen sie sich alle für einige Nächte an den Fischteichen der Hortobagy, wo sich eines der größten Übernachtungsgebiete von Kranichen befindet (Spitzenzählung bei 40 000 Kranichen).

Zur Zeit haben sich unsere Kraniche schon ein wenig voneinander getrennt und fanden die besten Nahrungs- und Übernachtungsplätze in verschiedenen Feuchtgebieten, aber immer noch innerhalb der Grenzen des National-Parks. Ob aber der eine oder andere den Winter dort verbringen wird oder weiterfliegen, wird sich möglicherweise erst im November–Dezember klären, denn die ungarischen Kornfelder bieten den Vögeln eine ganze Zeit lang einen gut gefüllten Bauch.

Kranich „Ahja 5“ überraschte uns im Herbst 2016, in dem sie (vermutlich noch gemeinsam mit den Elternvögeln) von hier über das Mittelmeer nach Libyen und von dort über die Sahara in das Winterquartier in Äthiopien flog. Ein solcher Zugweg war bis dahin der Wissenschaft völlig unbekannt.

Die Zugwege der estnischen besenderten Vögel kann man auf dieser Webseite verfolgen: http://birdmap.5dvision.ee.

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