Wen sehen wir sonst noch im Laichgebiet?

Eingereicht von Looduskalender - So., 03.02.2019 - 23.24
Autorid

Screencap von Webcam  IceAge, LK Forum

Illustrationen von Wikipedia

Übersetzung vom Englischen ins Deutsche: Brit

Estnischer Text gepostet am 23.01.2019

Bild
Koelmul kohtame veel nii kudejaid, kui nende satelliite
Textkörper

Im Laichgebiet treffen wir sowohl Rogner als auch ihre „Satelliten“.

Mitglieder des LK Forums haben sich dafür interessiert, welche Kleintiere wir in solchen Gewässern in Aktion sehen können. Die folgenden Informationen werden von Henn Timm vom der Estnischen Universität für Lebenswissenschaften zur Verfügung gestellt:

„Im Oberlauf von Flüssen und Bächen, wo die Strömung schnell und das Wasser kalt ist, gibt es fast kein Plankton. Die Zoobenthos (die Tierfauna des Bodens) wird von krenobiotischen Arten (wirbellose Wasserorganismen, die in kalten Quellgewässern leben) dominiert, z.B. einzellige Arten, Krustentiere, Insektenlarven, Blutegel, Schnecken …. Typische Fischarten sind Bachforellen und Äschen“.

 Laut Henn Timm wurden die Makroinvertebraten im Voore Bach in den Jahren 1993-2000 insgesamt acht Mal und in drei Gebieten untersucht: im Dorf Sae (11 km von der Quelle), Rakvere – Tudu Straße (13 km) und dem Dorf Lavi (19 km). Es wurden 43 Taxa gefunden.

Der Frischwasser Flohkrebs wurde am häufigsten angetroffen:

Jõe-kirpvähk 

Gewöhnlicher Flohkrebs 

 

Gewöhnlicher Flohkrebs        Jõe-kirpvähk        Gammarus pulex

 

Die Länge des erwachsenen männlichen Flohkrebses kann bis zu ein paar Zentimetern betragen; die Weibchen sind einen halben Zentimeter kleiner. Sie haben sieben Beinpaare und zwei Antennenpaare. Die ersten beiden Beinpaare sind Greiffüße, sog. Gnathopoden, die mit Krallen enden, mit denen der Flohkrebs seine Beute greift.

Die Farbe ist weißlich gelb bis gräulich grün. In der Ruheposition sind sie aufgerollt, während sie sich im Wasser schwimmend oder springend bewegen.

Sie ernähren sich hauptsächlich von Blättern, die ins Wasser gefallen sind. Die Flohkrebse sind fruchtbar und können sich zweimal im Jahr vermehren. Sie sind eine wichtige Nahrungsquelle für Forellen.

Sie bevorzugen fließende, sauerstoffreiche und kalkhaltige Gewässer, die eine Indikatorart für den Zustand des Gewässer ist, ähnlich den Flussmützenschnecken (Ancylus fluviatilis).

Napptigu

Flussmützenschnecke 

 

Flussmützenschnecke          Napptigu       Ancylus fluviatilis

 

Die Schale der Flussmützenschnecke ist oval, 5x6 mm, nicht gedreht. Die Schalenoberfläche kann leicht angefressen und die Spitze leicht eingehakt sein, gefärbt von gelblich-braun bis dunkelgrau.

In der Regel leben sie in Lebensräumen mit strömendem reinen Wasser, befestigt an Gestein und ernähren sich von Plankton. Eintagsfliegen (Baetis sp), Köcherfliegen (Silo pallipes,  Rhyacophila fasciata) und Zuckmücken (Chironomidae) können ebenfalls beobachtet werden.

Köcherfliegenlarven wurden oft in Bewegung im Blick der Kamera gesehen. Als Schutz vor Räubern bauen die Larven (Chironomidae) bewegliche, meist röhrenförmige Behälter oder Häuser aus Sandkörnern und kleinen Teilen von Pflanzenresten. Einige kriechen in Höhlen.

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