Rehkitze und Pfeifen

Eingereicht von Looduskalender - Sa., 22.07.2017 - 22.27
Avapilt
Sisu

Das weiß-braun gepunktete Fell der Kitze erweist sich als hervorragende Tarnfarbe. Oft bleibt ein Kitz, das ruhig im Gras liegt, völlig unbemerkt von vorbeigehenden Menschen. Wenn die Gefahr vorüber ist kommt das Reh leise und vorsichtig zu der gleichen Stelle zurück. Schon mit ein paar Monaten wird das Punktemuster matter und die Kitze werden rötlich-braun gefärbt.
Foto: Tarmo Mikussaar

 

geposted vom Tier des Jahres Team

(In estnisch am 10.07.2017)


Wenn die Kitze, geboren im Frühjahr und Frühsommer, schon etwas größer sind, aber noch nicht mit den Erwachsenen zusammen laufen können, bleiben sie für den Fall von Gefahr in hohem Gras und Pflanzen. Später findet die Ricke sie, indem sie einen schrillen Pfeifton von sich gibt und das Kitz mit einem noch höher klingenden Pfiff antwortet. Durch Nachahmung des gleichen Tons locken die Jäger während der Bockjagd die Rehböcke an. Das Pfeifen zur Kommunikation mit den Kitzen erfolgt nur während der Brunftzeit der Rehe aber die Böcke lassen keinen Pfeifton ohne zu reagieren. Je jünger die Böcke sind, umso leichter tappen sie in die Falle. Die alten Böcke lassen sich nicht so leicht täuschen und umkreisen den Pfeifenden bis sie den richtigen Geruch wahrnehmen. Stellt sich der Geruch als falsch heraus, flieht der Bock mit Furcht erregendem Bellen und Schimpfen, wobei er die Leute erschreckt, die in den Wald gekommen sind um Beeren und Pizle zu suchen.


Tarmo Mikussaar
 

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