Die Nächte sind lang und dunkel

Fotos: Jaan Künnap und Urmas Peiker
Übersetzung in Englische: Liis
Vom Englischen ins Deutsche: Leonia
 
Vom 16. bis 23. Dezember läuft im Artis Kino Tallinn der kulturhistorische Abenteuer-Dokumentarfilm „Teekond Araratile – Reise zum Ararat‟..
 
 
Der neue Film von Regisseur Riho Västriku („Auf Middendorfs Spuren‟, 2006) befasst sich erneut mit einem baltendeutschen Entdecker. Es ist eine filmische Reise mit dem Hauptaugenmerk auf den Berg Ararat, zu dem es von Estland enge Beziehungen gibt.
 
Der Baltendeutsche Friedrich Parrot (1791-1841), in Estland geboren, bestieg 1929 den Gipfel des Ararat (5137 m) gemeinsam mit fünf Begleitern als Erster aus dem Westen. Zu seiner Gruppe gehörte auch der Armenier Hatšatur Abovjan, der nach der Eroberung des Berges aufgrund seines Studiums in Tartu den Grundstein zur Modernisierung Armeniens legte.
 
Riho Västrik und Geschichtswissenschaftler Erki Tammiksaar suchen in Armenien und der Türkei nach den Spuren Parrots und besteigen 180 Jahre nach Parrot den Gipfel des Ararat. 
„Das Drehen dieses Filmes war auch für mich eine große Entdeckungsreise‟, sagt Riho Västrik. „Am meisten war ich von der Kulturgeschichte Armeniens fasziniert, und das ist dem Film sicherlich auch anzusehen‟.
 
Der Film gliedert sich in zwei Teile – den ersten über die Kulturreise in Armenien und den zweiten über die Eroberung des Berges in der Türkei. Der Ararat ist für die Armenier mehr als nur ein Berg. Leider können sie ihren heiligen Berg nur durch einen Stacheldrahtzaun sehen. Hingegen bedeutet der Ararat für die am Fuße des Berges lebenden Kurden nichts Besonderes – es ist einfach ein großer Berg, an dem die Touristen, die sich drängen, den Gipfel zu erklettern, bereit sind, für das Hinaufbefördern ihres Gepäcks zu zahlen.
„Man kann sicherlich sagen, dass der Ararat für die Armenier einen großen Anteil an ihrer Identität besitzt‟. sagt Riho Västrik, der in Jerewan eine Straßenumfrage nach Art von Jean Rouch organisierte, assistiert von der örtlichen Schönheit Mane. „Sogar einfache Menschen in den Straßen Jerewans wussten, wer den Berg zuerst bestiegen hatte‟.
 
 
Der Film zeigt herrliche Blicke auf den Ararat. Die Bedeutungslosigkeit des Menschen gegen die Kraft der Natur wird durch Sven Grünbergs Musik unterstrichen, mit 22 Jahren „möglicherweise auf dem Gipfel meiner Lebensleistung‟. – Grünberg, Komponist der Filmmusik zu „Hotel der verlorenen Bergsteiger‟, verweist auf die Parallelen zwischen den beiden Filmen. 
Parrot wurde durch die Neugier angetrieben, sich ins dunkle Unbekannte zu stürzen, und vielleicht auch von einer gewissen Eitelkeit. Es scheint, also ob die Macher dieses Filmes durch ähnliche Ambitionen motiviert gewesen sein könnten.
 
 
Das Filmteam:
Regie: Riho Västrik
Kamera: Joosep Matjus und Riho Västrik
Komponist: Sven Grünberg
Drehbuch: Liina Triškina
Ton: Ekke Västrik
© OÜ Vesilind 2011
Länge 68 Minuten
 


 

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