Berühmte Fichten

Eingereicht von Looduskalender - Mo., 13.01.2020 - 20.20
Autorid

Text und Fotos Tiit Hunt, www.rmk.ee

Übersetzung vom Englischen ins Deutsche: Brit

Estnischer Text gepostet am 09.01.2020

 

Textkörper

Der Baum des Jahres 2020 ist die Gemeine Fichte (Picea abies), oder genauer auf Deutsch die Gewöhnliche Fichte, Rotfichte oder Rottanne genannt. Für uns hier im Norden ist sie so geläufig, dass wir das Wort „Gemeine/Gewöhnliche“ einfach beim Namen weglassen und so bekannt, dass sie sogar langweilig sein kann. So können wir zu Weihnachten etwas exotischeres, wie zum Beispiel eine Tanne, die weiß Gott wo gewachsen ist, bringen.

Lumine kuusemets

Verschneiter Fichtenwald

Dennoch ist die Fichte in all ihren Formen in unserer Natur und Kultur so hervorstechend.

Obwohl die Fichte  unter den Estnischen Bäumen nach den Kiefern und Birken an dritter Stelle steht, wird der Titel des höchsten Baumes in Estland offiziell von einer 48,6 m hohen Fichte, genannt der Riese vom Otsipalu-Tal, getragen. Nach verschiedenen Schätzungen ist dieser Baumriese 130-160 Jahre alt. Eine Fichte kann sogar 500 Jahre alt werden, doch hier in Estland, wo Fichten für alle möglichen Krankheiten anfällig sind die die Bäume vorzeitig austrocknen, lebt sie vielleicht maximal 250 Jahre.**

Eesti kõrgeim kuusk Ootsipalus 

Die größte Estnische Fichte in Ootsipalu

Der Familienname Kuusk wird seit Anfang letzten Jahres von 1809 Personen getragen und ist damit einer der häufigsten Familiennamen in Estland

Im Hinblick auf den heutigen zwölften Tag, der das Ende der aktuellen Weihnachtszeit kennzeichnet, muss auch erwähnt werden, das höchstwahrscheinlich Tallinn der Geburtsort der modernen Weihnachtsbaumtradition ist. Oder vielleicht Riga. Aus weiter Ferne gesehen gab es damals, dem 15-16. Jahrhundert, keinen großen Unterschied. Sicher ist aber, das zumindest der Brauch, Fichtenzweige ins Haus zu bringen, sowohl in der Stadt als auch auf dem Land existierte. Es ist ein fernes Echo der Verbindung von christlichen Bräuchen mit heidnischer Tradition, das uns heute noch trägt.

Kuusk käbidega

Fichte mit Zapfen

So anstatt den Baum, der seinen Zweck erfüllt hat, einfach wegzuwerfen, ist es in jeder Hinsicht angebracht, sich rituell von ihm zu verabschieden und ihn durch ein lebendiges Feuer zu schicken, wie es früher gemacht wurde, dorthin, wo die alten Fichten nach dem Tod gehen.

Und wer heute noch nicht auf seinen Baum und seine Feiertage verzichten will, sollte sich daran erinnern, dass nach dem alten Kalender die Feiertage, die heute gefeiert werden und auch der neue Kalender  die wertvolle Weihnachtszeit auf den St. Knut Tag oder den Zwanzigsten Tag, der am 07. oder auf den 13. Januar, je nach Zeitraum und Ort, verlängert haben.

Hier sind zusätzliche Fotos zu Fichtenthemen:

Suure kivi otsas kasvanud Tädu kuuse jäänused 2017. aastal

Reste der Tädu Fichte 2017, die auf einem großen Felsen gewachsen war.

Pikkade langevate okstega ussikuusk Lobis 

Schlangenfichte (Picea abies f. virgata) mit lang herabhängenden Zweigen in Lobi  

Rannas kasvav “kuusemuru”

„Fichten Rasen“ wächst an einer Küste

Lühterkuusk Kullamaal

Kronleuchter Fichte in Kullamaa

Kuusk “jalgadel”

Fichte “mit Füßen”

Jänesekapsakuusik

Fichtenwald mit Sauerklee

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