Traurige Zeiten für Beobachter des Kauznestes

Eingereicht von Looduskalender - Mi., 22.05.2019 - 17.30
Autorid

Bildschirmfoto der Webcam Timea, LK-Forum

Estnische Version publiziert 20.5.2019

Übersetzung aus dem Englischen Leonia

Bild
Kõige suurema kakupoja sabasuled paistavad veel pesapaku lennuaval
Textkörper

Die Schwanzfedern des größten Kauzkükens sind noch in der Öffnung der Nisthöhle zu sehen

 

Waldkauz          Kodukakk           Strix aluco

 

Wir übertragen die Webcam-Bilder aus der Nisthöhle der Waldkäuze im elften Jahr. Die diesjährigen überlebenden Kauzküken schlüpften am 18., 19. und 20. April. Entsprechende Bilder hatten wir mit der Kamera noch nicht sehen können, aber es ist bekannt, dass ähnliche Dinge in der Vogelwelt geschehen.

Mit etwa einem Monat werden die Küken von den Altvögeln aus dem Nest gelockt, obwohl sie noch längst nicht flügge sind und mithilfe von Schnabel und Krallen um den Nisthöhlenstamm herum klettern müssen. Ein Kauzküken, dass die Nisthöhle einmal verlassen hat, wird nicht mehr dorthin zurückkehren. Das einzige, was die Küken dazu bringt, ihr „angenehmes Dasein“ aufzugeben, ist der Hunger – sie müssen das Nest schlicht verlassen. In den letzten drei Tagen hat das größte Küken in der Nisthöhlenöffnung gesessen und die anderen vom Klettern abgehalten. Natürlich hungerten die jüngeren Geschwister.

Laute der Altvögel waren zu hören; unklar ist, ob es auch das Männchen war, weil wir ihn nur selten im Kamerabild sehen konnten.

Vergangene Nacht gegen Viertel nach acht Uhr verließ das größte Küken die Nisthöhle; es hatte ab halb vier Uhr in der Nisthöhlenöffnung gehockt. 

Es bestand ein wenig Hoffnung, dass die Altvögel während der Nacht ein wenig Futter zu den im Nest verbliebenen Küken bringen und das scheint wohl auch geschehen zu sein. Aber zu unser aller Leidwesen geschah dies zu spät für das jüngste Küken …

Es ist faszinierend, das Geschehen in der Natur zu beobachten, aber wir müssen uns der Tatsache bewusst sein, dass dort ein gnadenloser Überlebenskampf stattfindet. Emotional ist es manchmal entsetzlich, aber dies liegt mehr an menschlichen Ansichten, Moral und Ethik – die Natur handelt rational. 

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