Vogelbeobachters Tagebuch — 31.7.12

Foto: Arne Ader
Übersetzung ins Englische: Liis
 
Odinshühnchen (Phalaropus lobatus)
 
Am Morgen begann ich am Kap Põõsaspea mit gründlicher Beobachtung, aber um mich herum war im wesentlichen nichts auf dem Zug. Nur einige Ketten Trauerenten bewegten sich über See Richtung Südwesten. Bei Havers gab es deutlich weniger Watvögel als gestern, aber es waren so viele Arten wie zuvor. An zwei Tagen sah ich insgesamt in Havers 24 Arten Watvögel, diesen Platz kann man zu Recht als den besten Watvogel-Hot-Spot von Läänemaa bezeichnen. Den größeren Teil des Tages habe ich an den besten Greifvogelplätzen verbracht, aber es war nichts Spezielles festzustellen. Meine Beobachtungen sind wie zuvor in der e-Biodiversitäts-Datenbank.
Am Abend war ich zurück in Tartu. Es bedurfte einiger Erwägungen, wohin man in den folgenden Tagen auf Tour gehen solle. Nach Saaremaa oder zur Pulgoja-Vogelstation an der südwestlichen Küste oder zurück nach Läänemaa oder irgend ganz woanders hin? In einigen Tagen werdet Ihr sehen, an welcher Küste oder in welchen Wald ich gelandet bin.
 
Zusammenfassung Juli
Im Juli war ich auf relativ wenigen Touren. Ich unternahm einige längere Vogeltouren ins westliche und nördliche Estland, auf einer Twitching-Tour kam ich auch nach Sõrve säär – das Punkten der Braunkopfammer war nicht erfolgreich – und zur Insel Kihnu – die Haubenlerche (Galerida cristata) wurde erwischt. Ziemlich viel Zeit verging im Juli mit dem Besuch alter Standorte der Blauracke (Coracias garrulus) und des Schlangenadlers (Circaetus gallicus), aber diese Arten blieben von mir ungesichtet. Nur zwei Arten wurde im Juli meiner Jahresliste hinzugefügt – die Haubenlerche (Galerida cristata) am 18. Juli auf der Insel Kihnu und der Sanderling (Calidris alba) am 23. Juli bei Paljassaare. Neue Arten werden nun selten vorkommen, weil alle gängigen Geschöpfe gesichtet wurden und die fehlenden Arten Seltenheiten sind, die zu finden harte Arbeit ist. Insgesamt enthält meine 2012er Liste am Ende des Juli 266 Vogelarten.
Im Juli kamen nur 118 Beobachtungsstunden hinzu (vom Jahresbeginn an 1133), Fahrtkilometer 4551 (vom Jahresbeginn an 31891) und Fußtourenkilometer im Juli 88 (vom Jahresbeginn an 709). Verhältnismäßig viele Fahrtkilometer wurde im Juli vor allem gesammelt, weil ich mehrere längere Touren machte, um neue Gebiete zu erforschen. Im August wird ein hektischeres Zuggeschehen im Gange sein und es werden dann sicherlich mehr Tourkilometer werden.


 

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