Kraniche und Weißwangengänse

Eingereicht von Looduskalender - Sa, 07.10.2017 - 01.34
Autorid

Text, Bilder und Video: Tiit Hunt, www.rmk.ee
Übersetzung ins Englische Liis; vom Englischen ins Deutsche Leonia

 

Estnischer Text publiziert 30.9.2017

 

Textkörper

Am Donnerstag haben wir erneut die Kamera auf der Halbinsel Sassi umgestellt und abends konnten wir sehen, wie etwa zwanzig nach sieben Uhr Tausende an Kranichen am Meer in nur zehn Minuten an der Kamera vorbeiflogen. Es wird vermutlich auch heute so sein, weil der Zug der Kraniche noch nicht zu Ende ist, sondern es ist der Höhepunkt, der aber mit günstigem Zugwetter schnell enden kann.

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Neben den Kranichen ist das Gebiet der Bucht von Matsalu auch einer der wichtigsten Durchzugs- und Rastplätze für Branta-(Meer-) und Anser-Gänse (Feldgänse) in Estland, und besonders für Weißwangengänse.

Auf den weiten Ebenen der Halbinsel Sassi haben die Zugvögel viel Platz zum Rasten. Auf dem Frühjahrs- ebenso wie auf dem Herbstzug ziehen hier etwa 150 000 Weißwangengänse vorbei und bis zu 50 000 Gänse dürften hier rasten. Es sollten genügend sein, um sie auch ins Kamerabild zu bekommen. Der Zug der Weißwangengänse ist erst dabei sich zu steigern; in ein paar Wochen sollten große Zahlen von Ihnen hier sein.

Neben Sassi befinden sich die Hauptrastplätze der Weißwangengänse bei Haeska, auf der Halbinsel Saastna und an der Liustemäe-Keemu-Küste; die Übernachtungsplätze befinden sich in der Bucht von Lõpe, an der Küste von Haeska, den Buchten von Topi und Salmi (dem sogenannte Meeresarm von Salmi).

Neben den Küstenwiesen hier ziehen die Gänse zum Grasen tagsüber in die Felder der Nachbarschaft und bis etwa 20 km entfernt. Häufig grasen und übernachten die Gänse in der Nähe von Kranichen. Neben den Weißwangengänsen rasten Tausende an Saat- und Blessgänsen bei Matsalu.

Lisaks valgepõsk-lagledele peatub Matsalus ka tuhandeid rabahanesid ja suur-laukhanesid ning kuni paarkümmend väike-laukhane.

 

 

 

Vorgestern waren etwa 350 Saatgänse zu sehen, emsig im flachen Wasser der Bucht beschäftigt und Hunderte von Glessgänsen und etwa zwanzig Graugänse flogen vorbei. An kleineren Vögeln war ein Flug Kiebietze ebenso zu sehen, wie eine Gruppe Bachstelzen und Feldlerchen, die von Zeit zu Zeit ganz kurz ihre Frühjahrslieder sangen.

Auf der Halbinsel Sassi wurden selten Vögel immer gesichtet. Diesen Herbst haben finnische Vogelbeobachter sogar schon eine Schneegans bei Põgari-Sassi gesehen.

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